Welterbe Falun
Wussten Sie, dass Falun im 17. Jahrhundert Schwedens zweitgrößte Stadt war, die aufgrund ihrer Kupferproduktion Einfluss auf die wirtschaftliche, soziale und politische Situation ganz Europas hatte? Deshalb ist die industriegeschichtliche Landschaft rings um Stora Kopparberget und Falun seit 2001 auf der weltweit 851 Objekte umfassenden UNESCO-Liste des Welterbes vertreten.
Das Welterbe Falun unterteilt sich in drei Bereiche: Stadt, Bergwerk und Bergbaugebiet. Das Bergwerk selbst ist das Herz der wirtschaftlichen Tätigkeit, deren Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Kupfererz wurde bis Anfang der 1990er Jahre abgebaut, aber heute wird das Bergwerk stattdessen fleißig von sowohl Kindern als auch Erwachsenen besucht, denen auf Führungen interessante Geschichten darüber erzählt werden, was es bedeutet hat, während der Blütezeit der Bergwerksindustrie in Falun zu arbeiten und zu leben.
In Faluns Stadtbild gibt es auch Wohngegenden mit alten Bergarbeiterhäuschen, von denen einige im ursprüglichen Zustand erhalten sind, viele jedoch den heutigen Bedürfnissen angepasst sind. Diese Stadtteile sind heute wegen ihres besonderen Straßenbildes und der Architektur gut besuchte touristische Ziele und erinnern uns an die Geschichte der Bergleute.
Die Bergarbeiter wohnten auf ihren hübschen Bergmannshöfen, wo völlig andere Bedingungen für Landwirtschaft und Viehhaltung als in der verräucherten Stadt herrschten. Auf dem Bergmannshof Gamla Staberg, dem Besucherzentrum der Bergbaugegend, wurde ein zeittypischer Barockgarten restauriert.
Das Welterbe Falun ist in höchstem Maße eine lebendige moderne Stadt, die den Besuchern fantastische historische Erlebnisse zu bieten hat.