Bergwerk Falu Gruva

Erz wurde schon seit dem 8. Jahrhundert abgebaut, aber das Bergwerk Falu Gruva hatte seine Blütezeit im 17. Jahrhundert. Arbeit gab es hier reichlich und deshalb zog es viele Menschen nach Falun, das zu jener Zeit eine internationale Großstadt mit 6.000 Einwohnern war. Die Arbeit im Bergwerk war körperlich sehr anstrengend und die Bergleute waren ständig von Stolleneinbrüchen, Abstürzen aus großer Höhe und schweren Lungenkrankheiten bedroht. Aber die Löhne waren oft besser als bei anderen Arbeitgebern und deshalb bestand trotz allem selten ein Arbeitskräftemangel.

Am Mittsommertag 1687 stürzte das Bergwerk ein und es entstand das gewaltige Loch Stora Stöten. Wie durch ein Wunder wurde hierbei niemand verletzt, da an diesem Tag alle freihatten.

Der Grubenbetrieb wurde bis zur Stilllegung 1992 weitergeführt. Im Besucherbergwerk gibt es einen aufregenden Wanderweg, auf dem sich in der Dunkelheit endlose Gänge und Schächte erahnen lassen. Erfahrene und engagierte Führer berichten vom harten Leben der Bergleute und zeigen den Besuchern die damals verwendeten Geräte, an denen man ermessen kann, was Menschen ohne moderne Maschinen alles geleistet haben.

Über Tage befinden sich das Haus des Welterbes, das Bergwerksmuseum, das Pigmentwerk Rödfärgsverket, in dem die kupferrote Farbe der typisch schwedischen Häuser produziert wird, das Grubenkrankenhaus und historische Gebäude aus verschiedenen Epochen – insgesamt eine aufregende Reise durch die Geschichte bis zur heutigen schwedischen Industriegesellschaft. In der näheren Umgebung gibt es außerdem große Schlackenhalden, die davon zeugen, dass Stora Kopparberget mehrere Jahrhunderte lang Schwedens größter Arbeitsplatz war.
 
Lesen Sie hier mehr über das Bergwerk Falu Gruva: www.falugruva.se
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